Adresse des Gedenkortes
St. Pantaleon 142
5120 St. Pantaleon-Weyer
Österreich
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Sankt Pantaleon, St. Pantaleon

In Erinnerung an die Grausamkeiten im Lager Weyer 1940/41.

Vollansicht

Einweihung

Denkmal: 24.06.2000
Erläuterungstafel: 2002


Inschrift

"Wir erinnern uns der Terroropfer des Lagers Weyer 1940-41. Nie wieder! Die Gemeinde St. Pantaleon"


"Von Juni 1940 bis November 1941 bestand in St. Pantaleon-Weyer zuerst ein Arbeitserziehungs- und später ein Zigeunerhaltelager des Reichsgaues Oberdonau. Männliche Internierte wurden als Zwangsarbeit zur Regulierung der Moosach eingesetzt. Hier und im Lager kam z.T. durch Folterungen eine unbekannte Anzahl von Menschen ums Leben, acht Fälle konnten rekonstruiert werden. Über 300 nach Schließungen des Lagers Weyer ins Getto Lodz deportierte meist oberösterreichische Sinti und Roma wurden dort ermordet. Die im Jahr 2000 von der Gemeinde St. Pantaleon geschaffene Gedenkstätte erinnert an die Leiden von Anton Atzelsberger (53) aus Linz, Maria Daniel (5) aus Eggerding, Franz Ennsthaler (50) aus Sierning, Johann Gabauer (53) aus Julbach, Rudolf Haas (1 Monat) aus St. Pantaleon, Ludwig Kriechbauer (36) aus Steyr, Josef Mayer (43) aus Neukirchen/Enknach, Maria Müller (74) aus Hohenbergen und aller anderen Lageropfer.

Verein Erinnerungsstätte Lager Eyer/Innenviertel"


Initiator(en)

Gemeinde St. Pantaleon


Künstler

Dieter Schmidt

Bildhauer aus Fridolfing


Hintergrund

In den Jahren 1940/41 existierten in Weyer erst ein Arbeitserziehungs- und anschließend ein Zigeuner-Anhaltelager. In Erinnerung an die dort misshandelten und verfolgten Menschen, wurde ein Ort der Besinnung und Erinnerung geschaffen, der an der Moosach liegt. Jener kleine Fluss musste von den Häftlingen unter ständiger Lebensgefahr reguliert werden.