Adresse des Gedenkortes
Ignaz Rieder Kai 21
5020 Salzburg
Österreich
Karte anzeigen

Salzburg, Ignaz Rieder Kai

Zur Erinnerung an die 300 vertriebenen Sinti und Roma aus Salzburg.

Vollansicht

Einweihung

14.12.1985


Inschrift

"In Salzburg fielen über 300 Zigeuner - Sinti und Roma- der nationalsozialistischen Rassenpolitik zum Opfer. Von 1940 bis 1943 unter unmenschlichen Bedingungen im Zigeunerlager Salzburg eingesperrt, wurden sie im Frühjahr 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Zur Erinnerung und Mahnung. Die Stadtgemeinde Salzburg - Zoltan Pap."


Initiator(en)

Stadt Salzburg, Historikerin Univ.-Prof. Dr. Erika Thurner


Künstler

Zoltan Pap


Beschreibung

Auf einem halbrunden Sockel aus Ziegelsteinen, der an einen Krematoriumskamin erinnert, erhebt sich eine Hand, die aus mehreren Metallplatten, immer kleiner werdend und sich in einen Flammenstern auflösend, herausgearbeitet wurde. Um die Hand befindet sich eine quadratische Metallplatte, die in neun Felder aufgeteilt ist, mit der oben genannten Inschrift.

Das Denkmal steht in einer Parkanlage am Ignaz Rieder Kai, wo ehemals ein Trabrennplatz lag, welcher jedoch einem Sammellager für Sinti und Roma weichen musste. Von dort aus wurden die rund 300 Menschen dann in das Lager Maxglan gebracht.


Entstehung

Die Standortfrage des Denkmals war bei seiner Planung einer der größten Diskussionsaspekte. Da das Maxglaner Lager bereits 1945 zerstört wurde und somit keine materiellen Überreste in dem wenig verbauten Gebiet außerhalb der Stadt Salzburg mehr vorhanden waren, erschien es sinnvoll, das Mahnmal in Salzburg-Aigen zu errichten. Hier, direkt an der Salzbach und auf der ehemaligen Rennbahn, wo sich das Zigeunerübergangslager befand, gab es zwar einige Proteste vonseiten einiger Eltern, da das Denkmal somit einem Kinderspielplatz gewissen Raum nahm, doch letztendlich konnten sich die Mahnmalinitiatoren durchsetzen.