Adresse des Gedenkortes
Friedhofsweg am Ziegelhof, Ecke Jägerstraße
26121 Oldenburg
Bundesrepublik Deutschland
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Oldenburg, Friedhofsweg/Jägerstraße

Zum Gedenken an die Sinti, die aus Oldenburg deportiert wurden.

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Einweihung

24.11.1989


Inschrift

"Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg gedenken der 74 Sinti-Opfer aus der Stadt Oldenburg und Umgebung, die zum größten Teil auf dem Gelände des Ziegelhofes am Friedhofsweg wohnten und zwischen 1938 und 1945 von dort deportiert und im nationalsozialistischen Holocaust in Auschwitz, Birkenau und anderswo ermordet wurden."


Initiator(en)

Bürgerinitiative SINTI (Oldenburg)


Künstler

Bildhauer Eckart Grenzer


Beschreibung

Der Gedenkstein steht auf dem Friedhofsweg und soll an die Sinti Familien erinnern, die von Oldenburg aus in das Todeslager geschickt worden waren. Darunter fielen insgesamt 74 Menschen: 22 Mitglieder der Familie Mechau, 19 der Familie Schwarz u.a.!

Die Inschrift steht auf zwei, sich gegenüberliegenden Seiten des Steinquaders geschrieben.

Das Material des Gedenksteins ist grauer Natursandstein. Die Maße 1,40m H und 35 x 35 cm² wurden für den Mahn- und Gedenkstein zugrunde gelegt, der mit einem Betonsockel versehen und mit eingelassener Verankerung befestigt werden sollte. Die Inschrift wurde wie die Struktur eines Baumes eingehauen, auf beiden Seiten sind Blätter und Äste zu sehen.
74 Blätter fallen vom "Baum" ab. Dieses Herabfallen steht symbolisch für die Sinti. Man hat versucht sie "auseinanderzureißen". Die abfallenden Blätter symbolisieren die Opfer, dennoch lebt der Baum weiter, als der Stamm der Sinti.


Literatur

Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, 2., überarb. und erw. Auflg., Band I, Bonn 1995, S. 443.