Adresse des Gedenkortes
vor dem Hauptbahnhof
Markgrafenallee
95448 Bayreuth
Bundesrepublik Deutschland
Karte anzeigen

Bayreuth, Markgrafenallee

Am Hauptbahnhof von Bayreuth wird an die von den Nazis verschleppten und ermordeten Sinti erinnert.

Vollansicht

Vollansicht

Einweihung

16.12.1999


Inschrift

"Zum Gedenken an die während der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deportierten und ermordeten Bayreuther Sinti.
Stadt Bayreuth"



Initiator(en)

Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Bayern & die Stadt Bayreuth


Beschreibung

Der Platz des Gedenkens befindet sich nahe einer viel befahrenen Straße und wurde von den Initiatoren mit Bedacht gewählt. Man wollte in der Öffentlichkeit an die Menschen erinnern – am ehemaligen Ort des Geschehens. Diese Stelle mussten 15 Sinti aus Bayreuth auf dem Weg zum Güterbahnhof passieren.


Entstehung

Da die Akten über die Deportationen in der Endkriegszeit vernichtet worden waren, zog sich die Umsetzung, einen Gedenkstein zu errichten, durch die schwierigen Recherchearbeiten fast zwei Jahre lang hin.
Das Einweihungsdatum der Gedenktafel war nicht willkürlich gewählt. Es war auf den Tag genau 57 Jahre her, dass Heinrich Himmler den sogenannten Auschwitz-Erlass unterzeichnet hatte, woraufhin alle im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma zur Deportation und anschließenden Vernichtung verurteilt worden waren.


Hintergrund

1939 waren 15 Sinti in Bayreuth registriert. Bei Max und Wilhelm Rose konnte der Weg in die Konzentrationslager nach verfolgt werden. Max Rose wurde 1899 geboren und lebte mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Wilhelm in der Frauengasse 6. 1941 wurde Max Rose verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 3. November 1942 wurde er von Ravensbrück nach Dachau verlegt, wo er am 18. November als "gestorben" registriert wurde. Wilhelm Rose wurde am 29. Januar 1943 nach Dachau abtransportiert. Er starb am 14. April.