Adresse des Gedenkortes
Messegelände
Rheinufer vor dem Messeturm, Kennedy Ufer
50679 Köln-Deutz
Bundesrepublik Deutschland
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Köln, Kennedy Ufer

Mahnmal, das an die Massendeportation von über 1.500 Sinti und Roma aus Köln erinnert.

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Verband Deutscher Sinti und Roma LV-NRW

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Verband Deutscher Sinti und Roma LV-NRW

Einweihung

26.01.1993


Inschrift

"Messegebäude, Messegelände und der anschließende Bereich bis hin zum Tanzbrunnen waren während des Zweiten Weltkrieges ein zentraler Ort der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Köln.

Hier befand sich eine Reihe von Lagern: Ein Außenlager des KZ Buchenwald, Lager für Kriegsgefangene sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, ein Sonderlager der Gestapo für deutsche und ausländische Häftlinge.

Von hier aus gingen die Transporte in die Konzentrationslager ab, und 1940 wurden Sinti und Roma sowie zwischen 1941 und 1944 Juden deportiert.

Hunderte kamen in den Lagern und bei Arbeitseinsätzen ums Leben. Tausende – Männer, Frauen und Kinder - wurden von hier aus in den Tod geschickt."


Beschreibung

Das Mahnmal bildet eine etwa zwei Meter hohe Wand in rotem Ziegelstein, die die Architektur der benachbarten Messehallen zitiert. Es steht unmittelbar am Deutzer Rheinufer vor dem Messeturm und trägt auf einer Metalltafel die oben genannte Inschrift.


Hintergrund

Die Messehalle diente im Mai 1940 als Zwischenstation für über 1.500 Sinti und Roma aus Köln und dem Rheinland, die von dem nahe gelegenen Deutzer Bahnhof aus alle in die Vernichtungslager deportiert worden sind.


Literatur

Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, 2., überarb. und erw. Auflg., Band I, Bonn 1995, S. 569-570.