Adresse des Gedenkortes
Marktplatz
Karl-Friedrich-Straße 15
76133 Karlsruhe
Bundesrepublik Deutschland
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Karlsruhe, Karl-Friedrich-Straße

Mahntafel für die Karlsruher Juden und Sinti und Roma.

Vollansicht
Monika Müller-Gmelin, Bildstelle der Stadt Karlsruhe

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Monika Müller-Gmelin, Bildstelle der Stadt Karlsruhe

Einweihung

27.01.1996


Inschrift

"Nach Plänen von Josef Durm mit Bauplastiken von Adolf Heer entstand von 1890 bis 1899 dieser Bau für das Bezirksamt. Während des „Dritten Reichs“ wurden darin Regimegegner misshandelt. Von hier deportierten die Nationalsozialisten 1940 Juden sowie Sinti und Roma in Konzentrationslager."


Entstehung

Michail Krausnick hat die Rolle von Max Regelin bei der Verfolgung und des Abtransports der Karlsruher Sinti 1990 der Anonymität entrissen. Mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe und im Auftrag des Verbandes der Sinti und Roma befragte er Überlebende, wertete Akten des Generallandesarchivs aus und veröffentlichte die Ergebnisse.


Hintergrund

Die Gedenktafel hängt am Polizeirevier Marktplatz, um auf die frühere Rolle dieser Polizeistelle zu verweisen. Von diesem Ort aus besorgte der Leitende Beamte Max Regelin, Leutnant der Gendarmerie, mit seinen Kollegen den Abtransport von ca. 200 Sinti und Roma in Konzentrationslager. Rund 500 Sinti und Roma lebten 1933 in Karlsruhe und Umgebung.


Literatur

Michail Krausnick: Abfahrt Karlsruhe, Hrg. Verband der Sinti und Roma.
Michail Krausnick: Wo sind sie hingekommen, Bleicher Verlag 1995.