Adresse des Gedenkortes
Baugebiet Wentrup-Ost
Margot-Krause-Weg/Anna-Winterstein-Weg
48268 Greven
Bundesrepublik Deutschland
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Greven, Margot-Krause-Weg/Anna-Winterstein-Weg

Straßenbenennung nach Margot Krause und ihrer Mutter Anna Winterstein.

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Einweihung

Planungstermin der Straßennamen in einem Neubaugebiet am 06.11.1997


Inschrift

1.
"Anna-Winterstein-Weg
1910 - 1994. Mutter von Margot Krause.
Wurde als 'Zigeunerin' von den Nationalsozialisten verfolgt."

2.
"Margot-Krause-Weg"


Initiator(en)

Bürgermeister Rudolf Steingrube, Anregung durch Schüler des Augustinianum Gymnasiums


Beschreibung

Straßenbenennung:
1. Anna-Winterstein-Weg: Dieses Straßenschild besitzt ein Unterschild mit der Erklärung, dass die Geehrte von 1910 bis 1994 lebte und die Mutter von Margot Krause ist. Zu lesen ist weiter, dass Margot Krause als „Zigeunerin“ von den Nazis verfolgt wurde.
2. Margot-Krause-Weg (ohne Unterschild)


Entstehung

Unter der Leitung der Lehrerin Christa Klemann, nahm die damalige Klasse 8d (1996/97) des Augustinianum Gymnasiums an einem Schüler-Geschichtswettbewerb teil. Das Projekt der Grevener Klasse beinhaltete die Aufarbeitung und Dokumentation des Schicksals von dem Sinti-Mädchen Margot Krause und ihrer Mutter.
Die Schülerinnen und Schüler regten unter anderem an, eine Gedenktafel für die zwei Verfolgten anbringen zu lassen. Stattdessen beschloss die Stadt Greven jedoch, zwei neue Straßen nach Margot Krause und Anna Winterstein zu benennen.


Hintergrund

Margot Krause lebte von 1931-1939 als Pflegekind in Greven. Sie und ihre Mutter Anna Winterstein wurden durch die Rassenideologie der Nationalsozialisten als "Zigeuner" verfolgt. Margot Krause wurde als 12-jähriges Mädchen in Auschwitz-Birkenau ermordet.


Literatur

Stadtarchiv (Hrsg.): Grevener Geschichtsblätter. Publikationen der Stadt Greven, Nr. 2, Greven 1997.