Adresse des Gedenkortes
Památník romským obêtem v Hodonínê u Kunstátu
Hodonin 60, okres Blansko
67971Hodonín u Kunstátu
Tschechische Republik
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Hodonín

Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Hodonín bei Kunstát.

Einweihung

1997


Initiator(en)

Museum für Romakultur


Künstler

Eduard Oláh


Entstehung

Mit Unterstützung der Stadtverwaltung von Kunstadt und der Regierung der Tschechischen Republik enstand 1997 das Denkmal, das am Ort der Massengräber etwa 150 Meter vom ehemaligen Lager entfernt errichtet wurde.
1998 wurde auf dem Friedhof in Černovice, wo 73 Häftlinge begraben sind, eine Gedenktafel für die Opfer des ehemaligen »Zigeunerlagers Hodonin« angebracht.


Hintergrund

Mehr als 1.300 Roma waren nach der Verordnung vom 10. Juli 1942 im Lager Hodonin inhaftiert, das von tschechischen Gendarmen bewacht wurde und dem Innenministerium des Protektorats unterstellt war. Am 7. Dezember 1942 deportierte die deutsche Kriminalpolizei im Protektorat ungefähr 75 Häftlinge aus Hodonin nach Auschwitz ins Stammlager. Mit Himmlers Erlass vom 16. Dezember 1942 fing die planmäßige Massendeportation der Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an. Am 21. August 1943 wurden fast alle Häftlinge aus Hodonin dorthin verschleppt. Im Dezember 1943 wurde das Lager Hodonin aufgelöst.