Adresse des Gedenkortes
Gedächtnisallee 5
92696Flossenbürg
Bundesrepublik Deutschland
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Flossenbürg, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg


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Einweihung

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Einweihung

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Denkmal für Sinti und Roma Flossenbürg

Einweihung

17. April 2016


Inschrift

"Zum Gedenken an die Sinti und Roma, die im Konzentrationslager Flossenbürg, seinen Außenlagern und auf den Todesmärschen dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fielen."


Initiator(en)

Stiftungsrat- und Kuratorium der Stiftung Bayerische Gedenkstätten


Künstler

Bildhauer Alfred Kainz


Beschreibung

In der Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg wird das Schicksal der ermordeten Sinti und Roma im KZ Flossenbürg während des Nationalsozialismus thematisiert.

Die Einweihung des Denkmals fand im Rahmen des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers statt. Das Denkmal gleicht einem aus der Erde herausragenden Flugzeugflügel und soll so an die Zwangsarbeit, vor allem in der Rüstungsindustrie, erinnern. Ein schwarzer Dreiecksstein vor dem Flügel verkörpert die Häftlingszeichen, die von Sinti und Roma getragen werden mussten.


Hintergrund

Das Konzentrationslager Flossenbürg wurde im Frühjahr 1938 an der tschechischen Grenze gebaut. Ein großes nahegelegenes Steinbruchgelände war ausschlaggebend für die Standortwahl. Die ersten 1500 Häftlinge erreichten Ende 1938 das Lager. Ab 1940 nahm die Anzahl der Häftlinge in dem Lager stetig zu.

Das Konzentrationslager Flossenbürg verfügte über Nebenlager, diese entstanden, nachdem der Arbeitseinsatz von Häftlingen in der Kriegswirtschaft ausgeweitet wurde. Anfang 1945 waren es über 100 Arbeitslager, in denen etwa 22.000 Häftlinge untergebracht waren.

Schätzungsweise wird von mindestens 30.000 Todesopfern des Konzentrationslagers Flossenbürg gesprochen. Am 23. April 1945 wurden die Überlebenden des Lagers von den Amerikanern befreit.

In Flossenburg waren ungefähr 1.000 Sinti und Roma inhaftiert. Die Mehrheit bestand aus Frauen. Es ist nicht genau bekannt, wie viele Sinti und Roma im Lager und seinen Außenstellen ums Leben kamen.


Linkhinweise



Literatur

Aas, Norbert: Sinti und Roma im KZ Flossenbürg und in seinen Außenlagern Wolkenburg und Zwodau(Schriftenreihe des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bayern), Bayreuth 2001.

Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, 2., überarb. und erw. Auflg., Band I, Bonn 1995, S. 132-138.