Adresse des Gedenkortes
Bahnunterführung
Ecke Höherweg/Posener Straße
40233 Düsseldorf
Bundesrepublik Deutschland
Karte anzeigen

Düsseldorf, Höherweg/Posenerstraße

Die Sandsteinfigur einer Mutter mit ihren zwei Kindern soll an die Düsseldorfer verschleppten Sinti und Roma erinnern.

Vollansicht

Einweihung

05.07.1993


Inschrift

"Zum Gedenken an die Düsseldorfer Sinti, die durch den Nationalsozialismus im Lager Höherweg Opfer des Völkermordes wurden. Im Lager Höherweg waren von 1937 bis 1945 mehr als 200 Düsseldorfer Sinti interniert. Unter den unmenschlichen Bedingungen im Lager starben viele von ihnen; über 100 wurden von dort deportiert und ermordet."


Initiator(en)

Evangelische und Katholische Kirche


Künstler

Anfertigung in einer Sinti-Werkstatt bei Landau in der Pfalz


Beschreibung

Halbrelief aus Sandstein. Eine Mutter mit ihren beiden Kindern, die symbolisch für den hohen Stellwert der Familie bei den Sinti und Roma stehen. Eine Bronzetafel gibt Auskunft über die Verfolgung der Volksgruppe in Düsseldorf.


Entstehung

Die Gedenktafel wurde anlässlich des 100. Geburtstages von Otto Pankok enthüllt. Der deutsche Künstler und Bildhauer hatte sich Anfang der dreißiger Jahre bis zu ihrer Vertreibung mit den Sinti angefreundet und eng an ihrem Leben teilgenommen.


Hintergrund

Mehr als 200 Düsseldorfer Sinti waren von 1937 bis 1945 im sogenannten "Zigeunerlager" am Höherweg interniert. Mindestens 100 wurden von dort aus deportiert und ermordet.


Literatur

Puvogel, Ulrike/Stankowski, Martin: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, 2., überarb. und erw. Auflg., Band I, Bonn 1995, S. 531.