Adresse des Gedenkortes
Friedhof
7511 Kleinbachselten
Österreich
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Kleinbachselten

Gedenkstätte für die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordeten Roma.

Einweihung

04.10.2008


Inschrift

"Ich wurde als Mensch geboren und hatte so viele Träume. Wegen meiner Abstammung wurde ich verfolgt und ermordet. E. Gärtner-Horvath"

"Zum Gedenken an die Angehörigen der Volksgrupper der Roma aus Rohrbach und Kleinbachselten die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind."

Darunter steht der gleiche Text auf Romanes.


Initiator(en)

Emmerich Gärtner-Horvath, Verein Roma-Service


Künstler

Karl Horvath, Kunstschmied aus Mattersburg


Beschreibung

Der Gedenkort ist in den Hang eingegraben und auf drei Seiten von einer Mauer umgeben. In der Mitte befindet sich eine Skulptur, ein Torso mit Engelsflügeln. Dahinter sind Stahlstangen wie ein Tor angeordnet, auf deren rechter Hälfte zwei Gedenktafeln mit oben genannter Inschrift angebracht sind.


Entstehung

Der Initiator Emmerich Gärtner-Horvath wählte den Friedhof als Ort des Gedenkens aus, da viele Roma im Weltkrieg ums Leben gekommen sind und es keinen Ort gab, an dem sie ihrer Verwandten gedenken konnten. "Ich wollte einen Platz, an dem man eine Kerze anzünden kann, wo wir um die Verstorbenen beten können", so Gärtner-Horvath.


Hintergrund

Von 223 registrierten Roma der Großgemeinde Bachselten, wurden 150 nach Auschwitz deportiert. Darunter waren 106 Kinder unter 15 Jahre. Nur 15 Roma überlebten die Verfolgung.