Adresse des Gedenkortes
Willi-Eckstein-Weg
89081 Ulm
Bundesrepublik Deutschland
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Ulm, Willi-Eckstein-Weg

Straßenbenennung für den Sinti-Jungen Willi Eckstein, der in Auschwitz ums Leben kam.

Einweihung

18.11.2009 (Beschluss des Ulmer Gemeinderates zur Umbenennung)
01.03.2010 (Umbenennung wahrscheinlich erfolgt)


Inschrift

"Willi-Eckstein-Weg"


Initiator(en)

Michael Wettengel, Leiter des Stadtarchivs; Walter Wuttke, Historiker


Entstehung

Der Gemeinderat der Stadt Ulm beschloss den Otto-Elsässer-Weg in Willi-Eckstein-Weg umzubenennen, weil bekannt wurde, dass Otto Elsässer während der NS-Zeit in der Stadtverwaltung für den Ankauf von jüdischen Anwesen und für die Zwangsarbeiterlager zuständig war. Bisher war Otto Elsässer mit der Benennung des Weges für seine Verdienste für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg geehrt worden.


Hintergrund

Willi Eckstein kam am 4. Mai 1932 als Sohn von Helene Eckstein, geb. Köhler und des Musikers Karl Eckstein zur Welt. Karl Eckstein war von Beruf Musiker, das Ehepaar lebte ohne festen Wohnsitz. Zur Zeit der Geburt waren sie wohnhaft in einem Wohnwagen am Roten Berg in Söflingen. Willi Eckstein wurde im städtischen Krankenhaus in Ulm geboren. Der Name Willi Ecksteins taucht in der NS-Opferliteratur auf, zum Beispiel im Memorial Book "The Gypsies at Auschwitz-Birkenau". Er wurde am 3. August 1943 in Auschwitz ermordet.