Adresse des Gedenkortes
vor der Friedhofskapelle
35085 Ebsdorfergrund
Bundesrepublik Deutschland
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Dreihausen

Mahnmal für die Familien Steinbach, Kreutz und Winter, die in der NS-Zeit nach Auschwitz deportiert wurden.

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Einweihung

18.06.2008
Anbringung der Gedenktafel: 23.03.2009


Inschrift

"Am 23. März 1943 wurden 18 Männer, Frauen und Kinder aus Dreihausen in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort fast alle ermordet. Mit ihnen fielen über 500.000 europäische Sinti und Roma dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer.
In Gedenken und Achtung von den Ermordeten,
als Mahnung und Verpflichtung."


Initiator(en)

Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Hessen e.V., Schüler der ehemaligen Klasse 10 der Gesamtschule Ebsdorfergrund mit ihrem Lehrer Mirko Meyerding.


Künstler

Alexander von Pazatka Lipinski


Beschreibung

18 Basaltstelen symbolisieren die 18 deportierten Sinti und Roma aus Dreihausen. Die unterschiedliche Größe der Stelen zeigt die verschiedenen Familienmitglieder an, vom Kind bis zum Erwachsenen. An einer Stirnseite befindet sich eine Gedenktafel mit oben genannter Inschrift.


Entstehung

Schon zwanzig Jahre zuvor hatte Agnes Blanke ein Mahnmal für die Familien Steinbach, Kreutz und Winter angeregt. Als junge Frau hatte sie die Mitglieder der drei Sinti-Familien in Dreihausen kennengelernt. Als dann 2007 das Schicksal der Sinti-Familien, durch das Unterrichtsprojekt "Von Dreihausen nach Auschwitz" der Klasse 10c der Gesamtschule Ebsdorfergrund, eine neue Öffentlichkeit erlangte, konnte das Mahnmal realisiert werden.


Linkhinweise



Literatur

Meyerding, Mirko (Hg.): "Geliebte Zigeunerkinder". Das Tagebuch der Agnes Blanke, 2009.